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IEC 62443 - Cybersecurity für industrielle Automatisierung, OT & Produktion

Wir setzen IEC 62443 bei Dir praxisnah um - von der Risiko-Inventur über Zonen und Conduits bis zu definierten Security Levels, mit Verständnis für Office-IT UND OT, ohne Deine Produktion zu bremsen.

Für Maschinenbau, Fertigung & Automotive-Zulieferer 3-200 MA · Betreiber UND Hersteller · Zonen & Conduits · SL 1-4

+49 221 292 763 30 · info@seraph-it.de

BAFA-gelisteter Berater
seit 2018BAFA-gelisteter Berater< 2 h SLAOffice-IT & OT aus einer HandZonen & Conduits · SL 1-4Köln & Regensburg

Unternehmen, die auf Seraph IT vertrauen

Leistungsumfang

IEC 62443 Umsetzung - unser Vorgehen

Asset- & Risiko-Inventur der OT

Alle OT-Geräte erfassen - SPS, HMI, RTU, IPCs, Sensoren, Switches - inklusive Kommunikationsbeziehungen. Auf OT-Systemen wird passiv gescannt, nie aktiv. Output: Asset-Liste mit Kommunikations-Matrix und priorisiertem Risiko-Bild.

Zonenkonzept entwerfen

Zonen und Conduits definieren, die DMZ zwischen IT und OT festlegen und je Zone das Ziel-Security-Level bestimmen. Ergebnis ist ein schriftliches Zonen-Modell als IEC-62443-Dokumentation.

Technische Maßnahmen umsetzen

Netzsegmentierung & Firewalls, die OT-Protokolle (Modbus, OPC UA, S7) wirklich verstehen, Zugangsschutz für Fernwartung (2FA, Jump-Server, Audit-Log) und passives OT-Netz-Monitoring mit Whitelist-Ansatz.

Härtung & Dokumentation

Systeme härten, soweit die Anlage es zulässt, Konfigurations-Backups für SPS und RTU einrichten. Parallel entsteht die durchgängige IEC-62443-Dokumentation - genau das, was ein NIS2- oder KRITIS-Audit sehen will.

Office-IT und OT aus einer Hand

OT-Security scheitert oft an der Lücke zwischen IT-Abteilung und Werkleitung. Wir verstehen beide Welten - Zonen, Conduits, SPS-Generationen, Wartungszugänge - und übersetzen dazwischen.

Anerkannter Weg für NIS2 & KRITIS

NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz fordern „Stand der Technik" für OT, schreiben aber keine Norm vor. IEC 62443 ist der anerkannte Weg, diese Pflicht in der Produktion nachweisbar zu erfüllen.

So arbeiten wir

So sichern wir Deine Produktion ab

01

Asset- & Risiko-Inventur

Alle OT-Geräte und ihre Kommunikationsbeziehungen erfassen (passiv gescannt), dann Risikobewertung nach IEC 62443-3-2.

02

Zonenkonzept

Zonen und Conduits definieren, DMZ zwischen IT und OT festlegen und je Zone das Ziel-Security-Level bestimmen - als schriftliche IEC-62443-Dokumentation.

03

Technische Maßnahmen

OT-taugliche Netzsegmentierung & Firewalls, abgesicherte Fernwartung und passives OT-Monitoring umsetzen.

04

Härtung & Nachweis

Systeme härten, soweit die Anlage es zulässt, und die durchgängige IEC-62443-Dokumentation für NIS2/KRITIS-Audits erstellen.

Georgij Boguslawskij, Geschäftsführer Seraph IT
OT-Security scheitert oft an der Lücke zwischen IT und Werkleitung. Wir betreuen Office-IT und Produktion aus einer Hand und wählen ein Schutzniveau, das zu Deinem Betrieb passt, statt SL4-Overkill.

Georgij Boguslawskij · Geschäftsführer Seraph IT

Kein Callcenter - Du sprichst direkt mit unseren Technikern.

Was ist IEC 62443 - und für wen?

IEC 62443 ist die weltweit anerkannte Normenreihe für die Cybersicherheit industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme (IACS). Sie adressiert Betreiber, Systemintegratoren und Hersteller gleichermaßen.

Anders als ISO 27001 (die das Management von Informationssicherheit allgemein regelt) ist IEC 62443 speziell auf die Welt der Produktions- und Steuerungstechnik zugeschnitten - auf SPS, RTU, HMI, SCADA und industrielle Netze. Die Reihe ist modular aufgebaut und verteilt die Verantwortung über die gesamte Lieferkette.

Wer IEC 62443 braucht:

  • Anlagenbetreiber im Maschinenbau, der Fertigung und der Prozessindustrie, die ihre Produktion absichern müssen
  • Maschinen- und Anlagenhersteller, deren Kunden zunehmend sichere Produkte „by design” verlangen
  • Komponentenhersteller (Steuerungen, Antriebe, IPCs), die Security-Anforderungen an ihre Geräte nachweisen müssen
  • Automotive-Zulieferer, die IEC 62443 oft parallel zu TISAX für OEM-Auftraggeber umsetzen
  • Jeder NIS2- oder KRITIS-pflichtige Produktionsbetrieb, der einen anerkannten OT-Umsetzungsweg braucht

Die Normen-Struktur im Überblick:

NormInhaltFür wen
IEC 62443-1-1Grundlagen, Terminologie, KonzepteAlle
IEC 62443-2-1Security-Management für AnlagenbetreiberBetreiber
IEC 62443-2-4Anforderungen an Dienstleister (das sind wir!)MSP/Integratoren
IEC 62443-3-2Risikobewertung, Zonen-/Conduit-ModellBetreiber + Integratoren
IEC 62443-3-3System-Security-Requirements, SL 1-4Systemintegratoren
IEC 62443-4-1Secure Development LifecycleHersteller
IEC 62443-4-2Komponenten-AnforderungenHersteller

Wir arbeiten als Dienstleister nach IEC 62443-2-4 und setzen die für Dich relevanten Teile der Reihe um.

Zonen, Conduits & Security Level - das Herzstück

IEC 62443 segmentiert Deine Anlage in Sicherheitszonen, lässt Verbindungen nur über kontrollierte Conduits zu und ordnet jeder Zone ein Schutzniveau (Security Level) zu. So bleibt ein Angriff lokal begrenzt.

Das Zonen-/Conduit-Modell

Deine OT-Landschaft wird in Zonen aufgeteilt - etwa Office-Zone, DMZ, Produktions-Zone und eine besonders kritische Sicherheits-/Safety-Zone. Geräte mit ähnlichem Schutzbedarf liegen in derselben Zone. Verbindungen zwischen Zonen laufen ausschließlich über definierte Conduits mit kontrollierter, gefilterter Kommunikation.

Der praktische Effekt: Ransomware, die in der Office-Zone startet, springt nicht ungehindert in die Produktions-Zone. Ein kompromittierter Wartungs-Laptop sieht nur seine Zone - nicht die ganze Fertigung. Segmentierung ist die wirksamste Einzelmaßnahme in der OT-Security, und IEC 62443 macht sie methodisch und dokumentierbar.

Security Level SL 1-4

Jede Zone bekommt ein Ziel-Schutzniveau zugewiesen - abhängig vom Risiko und vom realistischen Angreifer-Typ:

  • SL1: Schutz vor gelegentlichen, unbeabsichtigten Fehlanwendungen
  • SL2: Schutz vor gezielten Angriffen mit einfachen Mitteln (typisches Minimum für Maschinenbau-Mittelstand)
  • SL3: Schutz vor fortgeschrittenen Angriffen mit Ressourcen und OT-Spezialwissen
  • SL4: Schutz vor staatlich unterstützten Angreifern (nur für die kritischsten KRITIS-Bereiche)

Foundational Requirements (FR)

IEC 62443 bündelt alle technischen Anforderungen in sieben Foundational Requirements - sie bilden das Raster, gegen das die Security Levels gemessen werden:

  1. Identification & Authentication Control - wer darf sich anmelden?
  2. Use Control - was darf wer tun?
  3. System Integrity - Schutz vor Manipulation
  4. Data Confidentiality - Vertraulichkeit der Daten
  5. Restricted Data Flow - kontrollierter Datenfluss (Zonen/Conduits)
  6. Timely Response to Events - Erkennung und Reaktion
  7. Resource Availability - Verfügbarkeit der Systeme

Diese sieben FR sind der rote Faden durch jedes Zonenkonzept - wir nutzen sie als Checkliste, damit keine Schutzdimension durchrutscht.

OT ist nicht IT - warum der Standard nötig ist

In der Produktion stehen Verfügbarkeit und Anlagen-Safety an erster Stelle - genau umgekehrt zur Büro-IT. Deshalb braucht OT einen eigenen Standard und ein eigenes Vorgehen.

AspektIT (Büro)OT (Produktion)
SchutzzielVertraulichkeit > Integrität > VerfügbarkeitVerfügbarkeit & Safety > Integrität > Vertraulichkeit
Patch-ZyklusTage bis WochenMonate bis Jahre (Stillstand teuer!)
Lebensdauer3-5 Jahre15-30 Jahre (alte SPS-Generationen)
ProtokolleTCP/IP, HTTPS, RESTModbus, OPC UA, Profinet, S7, DNP3
Update-VerträglichkeitHochNiedrig (Anlage muss ggf. neu zertifiziert werden)
RisikofolgenDatenverlust, AusfallzeitPersonen-Sicherheit, Umwelt, Produktionsstopp

Daraus folgen drei harte Realitäten, die IEC 62443 ernst nimmt:

  • Verfügbarkeit und Safety zuerst: Eine Maßnahme, die die Anlage stoppt oder die Echtzeit-Steuerung stört, ist keine Lösung - sie ist ein neues Risiko.
  • Alte Anlagen bleiben: SPS-Systeme laufen 20+ Jahre. Sie werden nicht ausgetauscht, weil ein CVE erscheint. Antwort: Isolation in eine eigene Zone, nicht riskantes Patchen.
  • Kein einfaches Patchen: Updates müssen mit dem Maschinen-Hersteller koordiniert werden, sonst erlischt die Anlagen-Zertifizierung. Klassische IT-Tools wie Antivirus auf einem Steuerungsrechner sind oft kontraproduktiv.

Genau hier setzt IEC 62443 an: Wo nicht gepatcht werden kann, schützt das Zonen-/Conduit-Modell durch kontrollierte Segmentierung. → Mehr zu OT-Security & Produktionssicherheit

IEC 62443 als Umsetzungsweg für NIS2 & KRITIS

NIS2 und das KRITIS-Dachgesetz fordern „Stand der Technik” für OT - schreiben aber keine konkrete Norm vor. IEC 62443 ist der anerkannte Weg, diese Pflicht in der Produktion nachweisbar zu erfüllen.

Wer produziert und unter NIS2 fällt, muss seine OT-Risiken systematisch behandeln. Wer KRITIS-Betreiber ist, hat zusätzlich Melde- und Auditpflichten. In beiden Fällen ist die Frage des Auditors: „Wie habt Ihr Eure OT abgesichert - und könnt Ihr es belegen?” IEC 62443 liefert die Antwort als strukturierter, international anerkannter Rahmen.

PflichtNIS2KRITIS-DachgesetzIEC 62443
OT-Risikoanalyse✓ Pflicht✓ Pflicht✓ Methode liefert sie
Netzsegmentierung„Stand der Technik”„Stand der Technik”✓ Zonen/Conduits
Vorfallmeldunginnerhalb 24 h (BSI)innerhalb 24 h (BBK)-
Audit-Nachweis OT✓ gefordert✓ gefordert✓ liefert Doku
Produktions-Scope✓ Kern-Scope

So passt der Compliance-Stack zusammen: ISO 27001 als ISMS-Fundament für die Organisation, IEC 62443 für die OT-Tiefe, NIS2/KRITIS als gesetzlicher Rahmen darüber.

NIS2-Umsetzung · KRITIS-Dachgesetz · Maschinenbau-Branchenpage

Warum Seraph IT - Office-IT und OT aus einer Hand

OT-Security scheitert oft an der Lücke zwischen IT-Abteilung und Werkleitung. Wir verstehen beide Welten und übersetzen dazwischen.

Viele Anbieter kommen entweder aus der reinen IT (verstehen die Anlage nicht) oder aus dem Maschinenbau (verstehen die Cybersecurity nicht). Wir sitzen genau auf der Brücke: Wir betreuen die Office-IT von Mittelständlern und sprechen gleichzeitig die Sprache der Produktion - Zonen, Conduits, SPS-Generationen, Wartungszugänge.

  • Beide Welten: Wir koordinieren IT-Leitung und Werkleitung und definieren die Rollen für die OT-Verantwortung.
  • Ohne Stillstand: Passives Monitoring, Maßnahmen im Wartungsfenster, getestet auf Schattensystemen.
  • Ehrlich im Scope: Wir bauen das Security-Level, das zu Deinem Risiko passt - kein SL4-Overkill für einen 80-MA-Maschinenbauer.
  • Förderfähig: Als BAFA-gelisteter Berater sind bis zu 50 % der Beratungskosten förderbar. Den Antrag übernehmen wir.

FAQ

Häufige Fragen zu IEC 62443

Was ist der Unterschied zwischen IEC 62443 und ISO 27001?

ISO 27001 ist der allgemeine ISMS-Standard für Informationssicherheit auf Organisationsebene. IEC 62443 ist speziell auf die industrielle Steuerungs- und Produktionstechnik (OT/IACS) zugeschnitten - mit Zonen, Conduits und den Security Levels SL 1-4. In der Praxis ergänzen sie sich: ISO 27001 als Dach, IEC 62443 für die OT-Tiefe.

Gilt IEC 62443 nur für Betreiber oder auch für Hersteller?

Für beide. Die Teile 2-x richten sich an Betreiber und Dienstleister, die Teile 3-x an Systemintegratoren und die Teile 4-x (4-1 Secure Development, 4-2 Komponenten) an Maschinen- und Komponentenhersteller. Gerade Maschinenbauer profitieren doppelt: Sie sichern die eigene Produktion ab und können „Security by Design" gegenüber ihren Kunden nachweisen.

Brauche ich IEC 62443 für NIS2 oder KRITIS?

Beide Gesetze schreiben keine konkrete Norm vor, fordern aber „Stand der Technik" für die OT-Absicherung. IEC 62443 ist der international anerkannte Weg, diese Pflicht in der Produktion nachweisbar umzusetzen - und liefert genau die Doku, die ein Audit sehen will. Pflicht-Standard im engen Sinn ist es nicht, faktisch aber der naheliegendste Umsetzungsweg.

Was sind Zonen, Conduits und Security Level?

Deine OT-Landschaft wird in Zonen mit ähnlichem Schutzbedarf aufgeteilt; Verbindungen laufen nur über kontrollierte Conduits. Jede Zone bekommt ein Ziel-Schutzniveau (Security Level SL 1-4) zugewiesen. So bleibt ein Angriff lokal begrenzt - Ransomware aus der Office-Zone springt nicht ungehindert in die Produktion.

Bremst die Umsetzung meine Produktion?

Nein. Wir scannen OT-Systeme passiv statt aktiv, setzen Maßnahmen im Wartungsfenster um und testen auf Schattensystemen. Wo nicht gepatcht werden kann, schützt das Zonen-/Conduit-Modell durch kontrollierte Segmentierung - Verfügbarkeit und Safety stehen an erster Stelle.

Ist die Beratung förderfähig?

Als BAFA-gelisteter Berater sind bis zu 50 % der Beratungskosten förderbar. Den Antrag übernehmen wir. Was konkret förderfähig ist, klären wir im Erstgespräch.

Was ist der Unterschied zwischen SL-T, SL-C und SL-A?

SL-T ist das Ziel-Schutzniveau, das Du einer Zone aus der Risikobewertung heraus zuweist. SL-C beschreibt, wozu eine Komponente oder ein System technisch überhaupt in der Lage ist. SL-A ist das, was im Betrieb tatsächlich erreicht wird. Die Lücke zwischen SL-T und SL-A ist genau Dein Maßnahmenplan, und der Punkt, den ein Auditor sehen will.

Wie wird das Ziel-Security-Level für eine Zone festgelegt?

Über die Risikobewertung nach IEC 62443-3-2: Zonen und Conduits bilden, je Zone das Risiko ohne Schutzmaßnahmen bewerten, das tolerierbare Risiko definieren und daraus SL-T ableiten. Bewertet wird dabei nicht nur Datenverlust, sondern Personen-Sicherheit, Umweltauswirkung und Produktionsausfall. So ist die SL-Wahl begründbar statt Bauchgefühl, und genau das macht im Audit den Unterschied.

Können wir Komponenten kaufen, die schon nach IEC 62443 zertifiziert sind?

Ja, für Komponenten und Entwicklungsprozesse gibt es Zertifizierungen nach den Teilen 4-2 und 4-1, ausgestellt von akkreditierten Stellen. Sie erleichtern den Nachweis in der Beschaffung, ersetzen aber weder Dein Zonenkonzept noch den sicheren Betrieb: Ein zertifiziertes Gerät in einem flachen Netz bleibt angreifbar. Seraph IT ist keine Zertifizierungsstelle, wir setzen um, dokumentieren und begleiten die Prüfung.

Was ist der Unterschied zwischen Security Level und Reifegrad?

Security Level beschreiben die technische Schutzwirkung von Zonen, Systemen und Komponenten gegenüber einem bestimmten Angreifer-Typ. Reifegrade beschreiben, wie belastbar die zugehörigen Prozesse sind, von ad hoc über dokumentiert bis geprüft und laufend verbessert. Für einen Nachweis brauchst Du beides: wirksame Technik und einen Prozess, der sie über Jahre am Leben hält.

Wie lange dauert eine IEC-62443-Umsetzung?

Die Treiber sind die Zahl der Anlagen und Zonen, der Zustand Deiner Netz- und Asset-Dokumentation und die Abstimmung mit den Maschinen-Herstellern. Realistisch sind Inventur und Zonenkonzept eine Sache von Wochen, während sich die technische Umsetzung entlang der verfügbaren Wartungsfenster über Monate zieht. Einen belastbaren Zeitrahmen nennen wir nach der Inventur, nicht davor.

Gilt IEC 62443 nur für die Fertigung, oder auch für Gebäudetechnik und Versorger?

Die Reihe ist für industrielle Automatisierungs- und Steuerungssysteme allgemein geschrieben. Zonen, Conduits, Security Level und die sieben Foundational Requirements funktionieren genauso für Gebäudeleittechnik, Energie- und Wasserversorgung oder Logistik- und Lageranlagen. Für einzelne Sektoren gibt es ergänzende Regelwerke, das Grundmodell bleibt aber dasselbe.

Brauchen wir eigene OT-Firewalls, oder reicht die vorhandene?

Entscheidend ist, ob eine Firewall die eingesetzten Protokolle wie Modbus, OPC UA oder S7 wirklich versteht und ob sie an der richtigen Stelle im Netz sitzt. Häufig lässt sich mit vorhandener Hardware, sauberer VLAN-Struktur und einem aufgeräumten Regelwerk schon viel erreichen; eigene Segment-Firewalls braucht es dort, wo ein Conduit tatsächlich gefiltert werden muss. Wir sagen Dir zuerst, was Deine Bestandstechnik hergibt, bevor wir Neues vorschlagen.

Wie halten wir das Zonenmodell aktuell, wenn laufend Maschinen dazukommen?

Indem das Modell in den Änderungsprozess wandert: Jede neue Maschine, jede neue Schnittstelle und jeder neue Fernwartungszugang wird einer Zone zugeordnet und bekommt seinen Conduit, bevor sie ans Netz geht. Dazu ein fester Review-Turnus mit Abgleich gegen das Asset-Inventar. Ohne diesen Schritt ist auch ein sauberes Zonenmodell nach einem Jahr nur noch Papier.

Wie hängen IEC 62443 und der Cyber Resilience Act zusammen?

Der CRA ist EU-Recht mit Fristen und verpflichtet Hersteller von Produkten mit digitalen Elementen; IEC 62443 ist eine Norm, die Steuerungs- und Maschinenherstellern mit den Teilen 4-1 und 4-2 ein Modell für sicheren Entwicklungsprozess und Komponenten-Anforderungen liefert. Deckungsgleich sind sie nicht, aber wer nach 62443-4-1 entwickelt, hat für die CRA-Nachweise einen erheblichen Vorsprung. Wer beides braucht, sollte es gemeinsam planen statt nacheinander.

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